… und für einen Moment muss er daran denken, dass sein Leben vor drei Tagen noch relativ normal war, und jetzt ist es, als wäre er im Krieg, seinem ganz privaten Krieg: Er bringt Menschen um, weil er es tun muss – und kann.

Kommissar Völxens vierter Fall

Die Leiche eines 15-Jährigen liegt neben den Gleisen des alten Güterbahnhofs. Der Junge stammt aus einer Luxusvilla in Waldhausen – was wollte er in diesem Problemviertel?

Und was hat Stella, eine abgetakelte alte Schnapsdrossel, die im Steintorviertel anschaffen geht, mit der Sache zu tun?

Erst als eine zweite Leiche vor der Kreuzkirche liegt, geht den Ermittlern so langsam ein Licht auf.

Todesspur

Taschenbuch

336 Seiten

ISBN: 978-3492272261

München: Piper

2011

Katja Volland, Krimikiosk
Ein Regio-Krimi nach meinem Geschmack!

Susanne Mischke schreibt mit „Todesspur“ einen von der ersten bis zur letzten Seite spannenden Krimi, wobei die Spannung nicht nervenaufreibend ist, den Leser aber trotzdem an das Buch fesselt.

Das mag auch daran liegen, dass die ganze Geschichte sich innerhalb von 3 bis 4 Tagen abspielt und die Autorin durch ihre Entscheidung, den Krimi im Präsens zu schreiben das Lesevergnügen noch kurzweiliger erscheinen lässt. Absolut angenehm zu lesen, stringent, keine unnötigen Adjektive oder „Drumherumerzählungen“.

Relativ selten, aber umso positiver habe ich empfunden, dass die Geschichte von vier Hauptpersonen erzählt; passender Weise handelt es sich hierbei um vier Kriminalkommissare, deren verschiedenen Charaktere durch kleine Einblicke in deren Privatleben trotzdem deutlich werden, ohne dass zu sehr ins (entbehrliche) Detail gegangen wird. Man hat das Gefühl, jeden einzelnen ein bisschen kennengelernt zu haben.

Auch sehr schön: die Autorin baut Passagen ein, in denen aus der Sicht eines (zu Anfang nicht eindeutig einzuordnenden) Paares erzählt wird, dessen tatsächliche Rolle erst im Verlauf des Buches klar wird. Generell gelingt es Susanne Mischke, den Leser mit kleinen „Informationshäppchen“ über 335 Seiten bei Laune zu halten und schafft es hier auch zu überraschen.

Persönliche Meinung: 5 ***** (von 5 möglichen)

Die Kluft zwischen den armen und reichen Vierteln Hannovers wird deutlich, ohne dass mit allzu vielen Vorurteilen gearbeitet wird. Einzig der „ghettomäßige“, schwarze Undercover-Agent vom LKA scheint ein wenig übertrieben dargestellt, aber auch hier nur ein ganz kleines Bisschen.

Lovelybooks, Cibo95, Steffi
Ein gewohnt guter „Bodo Völxen“

… er und sein Team ermitteln und stoßen auf Ausländerfeindlichkeiten, Jugendfehden, Erpressung und Mord … spannend bis zum Schluss. Ich freue mich auf weitere Krimis des Ermittlerteams aus Hannover :-)

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