Er ist hinter sie getreten. Sie spürt seine Hand an ihrer Wange, er streichelt ihr Gesicht, berührt jeden Zentimeter freie Haut. Der Finger wandert nach unten, berührt ihren Hals, ihr Schlüsselbein. Sie zittert. Er streicht ihr Haar zurück und seufzt dicht an ihrem Ohr: „Weißt du, dass du mir allmählich gefährlich wirst?“

Der zweite „Völxen“-Krimi

Eine Menschentraube hat sich in aller Herrgottsfrühe am Hohen Ufer gebildet. Nachdem sich Kommissar Fernando Rodriguez durch die Schaulustigen gedrängt hat, wünscht er, er hätte sich nie von seiner Mutter überreden lassen, an einem Samstagmorgen auf dem Altstadt-Flohmarkt lästige Erbstücke zu verscherbeln. Denn der Anblick der Toten am Leine-Ufer ist für ihn ein doppelter Schock. Abgesehen davon, dass die Ermordete äußerst attraktiv ist, kennt Fernando ihren Namen: Marla Toss. Als heimlicher Verehrer der jungen Regisseurin wollte er ihr gerade an diesem Abend auf einer Premierenfeier näherkommen.

Statt dessen erwartet das Kripo-Team um den draufgängerischen Fernando Rodriguez, den knurrigen Bodo Völxen, die unkonventionelle Oda Kristensen und die quirlige Jule Wedekin nun ein neuer nervenaufreibender Fall, der große und gefährliche Kreise zieht – bis weit zurück zu einem früheren Juwelenraub und tief hinab in Hannovers Katakomben, wo der Schlüssel zu jenem furchtbaren Mord verborgen liegt.

Tod an der Leine

Taschenbuch

272 Seiten

ISBN: 978-3492257718

München: Piper

2009

Meinungen

(ava), Westdeutsche Allgemeine, Essen, 31.10.2009
Ein echtes Highlight

„Tod an der Leine“ von Susanne Mischke besticht durch eine flotte Erzählweise, erfrischend natürliche Charaktere und eine durchdachte, lebensnahe Handlung. Ein echtes Highlight. Für alle, die bei Krimis auch auf Qualität achten.

Dagmar Jestrzemski, Preußische Allgemeine Zeitung, 14.11.09
Die Stärke der Autorin sind skurrile Einfälle

Die Stärke der Autorin sind skurrile Einfälle, es ist ihre Kunst, die Menschen mit ihren Schrullen und hintergründigen Motiven für ihre Handlungen lebensnah zu charakterisieren, drastische Schilderungen inbegriffen.

Peter Kümmel, Krimicouch
Routinierter und humorvoller Krimi mit sympathischen Ermittlern

…Nach fast zwanzig Kriminalromanen ist Susanne Mischke mittlerweile eine routinierte Autorin. Und das merkt man ihrer Schreibweise an. Mit relativ kurzen Abschnitten und vielen Orts- und Perspektivwechseln schafft sie es, den Spannungsbogen über die gesamte Handlung hinweg auf gleichbleibend hohem Niveau zu halten und den Leser dabei mit vielen Randhandlungen gut zu unterhalten.

Nicht nur beruflich müssen sich die sympathischen Ermittler mit Liebe und Eifersucht auseinandersetzen, nein, auch im Privatleben hat jeder von ihren seine kleinen Problemchen…

Die ganze Rezension von Peter Kümmel gibt’s auf der Krimicouch

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