An den Wänden hingen großflächige Bilder. Sie hatten kein erkennbares Motiv, allenfalls konnten sie als abstrakte Kunst durchgehen, aber sie hatten eines gemeinsam: Sie waren rot.

Antonia ist einfach nur froh, von zu Hause auszuziehen. Endlich in den eigenen vier Wänden!

Ralph, ihrem kontrollsüchtigen Stiefvater, ist sie ein für alle Mal entkommen. Doch die alte Villa am Rand des Lindener Bergfriedhofes birgt ein abscheuliches Geheimnis: Vor zwanzig Jahren wurde ein Mädchen auf brutale Weise darin ermordet.

Was die jungen Leute nicht wissen: Der verurteilte Täter ist seit Kurzem wieder auf freiem Fuß …

Röslein stach

Taschenbuch

370 Seiten

ISBN: 978-3401066790

Würzburg: Arena

2012[/box]
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Meinungen

Evelyn Beyer, Hannoversche Allgemeine/NP
Lange vor dem ersten Mord baut sich ein feiner Grusel auf

Eine romantische Villa am Lindener Berg. Antonia freut sich, dass sie hier ein Zimmer ergattert hat. Schade nur dass der Verkehr der B6 hereinlärmt, aber einen Haken muss die günstige Miete ja haben. Es bleibt, man ahnt es, nicht der einzige Haken. In dem Haus wurde eine junge Frau getötet, der Täter, ein Maler, ist auf freiem Fuß, die nächste Leiche lässt nicht lange auf sich warten.

Mit „Röslein stach" hat Susanne Mischke einen typischen „All Ager" geschrieben. Er beginnt harmlos, doch lange vor dem ersten Mord baut sich ein feiner Grusel auf. Mischke versteht es, Atmosphäre zu schaffen und Charaktere zu entwerfen, mit denen man bangt; sie findet unerwartete Wendungen, ausgefallene Tatwaffen, spannende Orte

Kathaa95 LizzyNet
Ein Hinweis der Autorin für dessen Unschuld oder doch nur ein Trick?

Mir fiel es sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen, weil Susanne Mischke mit unterschiedlichen Mitteln Spannung erzielt: Zum einen durch die vielen offenen Fragen, die entstehen, nachdem im ersten Teil des Buches offen gelegt wird, dass der verurteilte Mörder keine Erinnerung an die entscheidende Nacht hat. Ist das damit ein Hinweis der Autorin für dessen Unschuld oder doch nur ein Trick um von ihm abzulenken?

Zudem versorgen die häufigen Perspektivenwechsel zwischen dem WG-Leben, dem Hauptverdächtigen und einer Kommissarin den Leser mit neuen Fakten und Puzzlestücken, die es raffiniert zu kombinieren gilt. Denn nur wer mitdenkt, kommt auch von alleine auf den Schuldigen für die spannende Wende am Ende der Geschichte.

Dazu kommen die Blicke auf Tonis Sorgen um ihre zurückgelassene Mutter und ihre Gefühle gegenüber Robert, die ihr Leben nicht gerade erleichtern. Den Lesern erleichtern sie dafür aber, sich in sie hineinzuversetzen und so mit ihr mitzufühlen.

vollständige Rezension unter: Lizzynet