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Piper Verlag. Monika Reile . Tel. 089 - 38 18 01 475 . E-Mail: monika.reile@piper.de

   
   

Wölfe und Lämmer

 

Ein abgeschiedener Gutshof im Norddeutschen und seine vier Bewohner. Ein abgelegenes Paradies, in dem jeder versucht, seine Träume zu leben: Barbara, die nur allzugern den Frauenheld Hannes heiraten würde. Und Robin, der verhinderte Schriftsteller, den angeblich nur seine Freundin Klara von seinem großen Roman abhält.

Bis eines Tages die undurchschaubare Nasrin auftaucht. Nasrin, die vorgibt, in Todesangst vor ihrer Familie zu fliehen. Die vier nehmen sie auf – aber schon bald gibt es das erste Todesopfer, einen Fremden, den Nasrin noch nie gesehen haben will …

 

Taschenbuch
301 Seiten

München: Piper 2005

ISBN: 978-3492242363

 

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Meinungen - Rückmeldungen

Buchrezension für die TextArt

Wölfe und Lämmer
von Susanne Mischke

Susanne Mischke ist die deutsche Krimikönigin verkündet Cosmopolitan euphorisch, und wen das dazu anregt zum ersten Mal ein Susanne Mischke Buch zu lesen, wird nicht enttäuscht. Die Stammleser hingegen tragen das neueste Mischke-Buch schon längst in der Jackentasche bei sich. Sie alle aber können sicher sein, ein wunderbar perfides und spannendes Buch zu besitzen.
Bei Wölfe und Lämmer werden Sie auf einen abgelegenen Gutshof im Norddeutschen entführt. Ein Traum - sollte man meinen, wenn da nicht die vier Bewohner wären: Der größenwahnsinnige Schriftsteller Robin, der angeblich von seiner Freundin abgehalten wird,  d e n  Bestseller zu schreiben - allerdings kümmert sich Klara in Wirklichkeit mehr um ihre Wolfshunde - und

 

Barbara, die Erzieherin, die ihren Frauenheld und TV-Richter Hannes gerne ehelichen möchte, der aber gegen lebenslänglich ist. Eines Tages taucht die junge  Nasrin bei ihnen auf und erzählt sie sei in Todesangst und auf der Flucht. Hätten sie ihr geglaubt, wäre alles gut gegangen, aber so …

Figuren und Charaktere sind exzellent beschrieben. Der bissige Humor lässt einfachste Handlungen zum Fest werden. Da geschehen unglaubliche Dinge beim Aufräumen, wird eine Krähe nicht einfach nur so vertrieben. Zudem ist auch Wölfe und Lämmer erstklassig recherchiert. So erfahren Sie Wissenswertes über Schweine und Wolfshunde, Männer und Frauen.

Ingrid Schmitz
www.krimischmitz.de


Und mörderisch grunzen die Schweine

Susanne Mischke gehört zu den profiliertesten deutschen Krimi-Autorinnen. Ihre jüngsten Morde geschehen vor Hannovers Toren.

Es war ein ganz neues Recherche-Gefühl für die preisgekrönte Autorin: "Auf Dorffesten habe ich mich zu vorgerückter Stunde an die Einheimischen rangepirscht", übertreibt Susanne Mischke nur ein klein wenig, "und bei Bier oder Schnaps nachgefragt, wie es in ihrem Schweinestall aussieht."
Denn für ihren jüngsten Krimi galt es zu klären: Fressen Schweine Leichen? "Das sind auch Aasfresser, sie fressen ihren Nachwuchs, wenn er gestorben ist", rümpft die Autorin skeptisch die Nase, "das haben mir Schweinebesitzer bestätigt." So lernt die 44-Jährige Holtensen bei Wennigsen kennen, wo sie seit Sommer 2002 ihre mörderischen Geschichten ersinnt.
Schließlich brauchts zum Töten Handwerkszeug. "Wir haben nette Nachbarn, von denen habe ich mir die Landwirtschaft erklären lassen. Die Niedersachsen sind nicht so stur wie behauptet", sagt die gebürtige Allgäuerin. Zuletzt lebte sie in Darmstadt, dort ist man "etwas sauer" auf sie: Nun spielen ihre Romane nicht mehr in Hessen.
Sondern auf einem Gutshof am Deister wie "Wölfe und Lämmer" (Piper, 7,90 Euro), ihr neuer Krimi, der in

 

Hannover als Zeitungs-Vorabdruck erschien und frisch in den Läden liegt.
Eine merkwürdige Wohngemeinschaft hat sich darin aufs Land zurückgezogen, ein unzufriedener Fernsehrichter, ein verhinderter Schriftsteller und eine wolfsvernarrte Naturfreundin. In die Pseudo-Idylle platzt Nasrin, angeblich auf der Flucht vor ihrer Zwangsverheiratung.
Spannend und schön böse ver- und entwirrt Mischke ihre Fäden, nicht ohne witzige Seitenhiebe auf die Schriftstellerzunft. Auch Linden kommt vor: "Dahin fahre ich immer, wenn mich die Sehnsucht nach Kreuzberg packt."
Für ihr nächstes Buch recherchiert sie in der Justizvollzugsanstalt Sehnde: Am Publikumstag zur Einweihung verbrachte Mischke eine Nacht in der Zelle: "Das Bett war hart, es gab nur dünnen Tee - abends um zehn hätte ich für Schokolade morden können." Knastgefühl. Denn Mischkes neuer Roman spielt hinter Gittern: Es geht um Prison-Groupies, um Frauen, die sich in Verbrecher verlieben. Mich interessiert, warum die übelsten Typen oft die hübschesten Frauen haben." So eine Knastliebe "kann auch bequem sein: Der Mann hört zu, schreibt schöne Briefe, ist gut aufgehoben - und will keinen Sex." Aber was, wenn er plötzlich vor der Tür steht?

Evelyn Beyer. Hannoversche Neue Presse, 23.12.2004


Buchempfehlung

Leichen im Keller, ganz wörtlich und im übertragenen Sinn zu verstehen, sind in Susanne Mischkes Romanen an der Tagesordnung. Auch bei den Entsorgungsmethoden der sterblichen Überreste von unglücklicherweise zu Tode Gekommenen ist sie überhaupt nicht zimperlich. Aber besonders gruselig sind ihre Geschichten trotzdem nicht, sondern sogar komisch – das hat sie mit ihrer "Sister in Crime" Ingrid Noll gemeinsam. Wenn bei Susanne Mischke keine Morde im Mittelpunkt stünden, wäre sie direkt mit Ildiko von Kürthy vergleichbar: sie ist eine minutiöse Beobachterin modernen Alltagslebens und versteht es meisterhaft, das Skurrile am zeitgenössischen Lifestyle-Gebaren hervorzuheben.

Ihr neuer Roman "Wölfe und Lämmer" spielt da, wo sie seit kurzem zu Hause ist: in Holtensen am Deister. Zwei flotte Paare haben sich auf einem ehemaligen Gutshof niedergelassen und versuchen, ihre Städterträume mit dem Dorfleben in Einklang zu bringen. Dass sie in ihrer Naivität beachtliches Unheil anrichten, wird dem Leser nach und nach bewusst. Denn nicht jede junge Frau, die vorgibt, von ihrer türkischen Familie zur Heirat gezwungen zu werden, ist tatsächlich ein Unschuldslamm und nicht jeder Wolf ist ein zahmer Haushund. Lesenswert sind Susanne Mischkes Krimis schon deswegen, weil sie die Welt nicht in Gut und Böse einteilt; bei ihr steckt in jedem Wolf ein Lamm, und andersherum.

NORDDEUTSCHER RUNDFUNK. Kulturelles Wort - Literatur . Ulrike Sárkány


Hallo Frau Mischke,

nachdem ich heute Ihr neuestes Werk ausgelesen habe, muss ich Ihnen einfach mal schreiben, wie gern ich jedes Ihrer Bücher lese. Als erstes habe ich durch Zufall "Mordskind" entdeckt, hat mir schon sehr gut gefallen

und daraufhin musste ich alles lesen, was mir aus Ihrer Feder unter die Finger kam! Danke für viele spannende Lesestunden! Herzliche Grüße,

Elke Kaidusch aus Frankfurt am Main


Falsche Fährten

Wölfe und Lämmer - das klingt nach Schwarz-Weiß, böse gegen gut, gefährlich versus unschuldig. Aber so einfach ist das Leben nicht. Und so einfach macht es sich eine Krimiautorin wie Susanne Mischke auch nicht: Wder die geheimnisvolle Nasrin, eine junge Türkin, lässt sich eindeutig den Wölfen oder den Lämmern zuordnen, noch Kindergärtnerin Barbara, noch TV-Jurist und Frauenheld

Hannes, Möchtegern-Schriftsteller Robin oder seine Freundin Klara, die eine Schwäche für seltsame Hunde hat. Und so weiß man lange nicht, wer von diesen vier Gutshof-Bewohnern welche Karten ausspielt. Und mit wem die Köchin Nasrin welches Süppchen löffelt. Mischke lockt gern und mit Raffinesse auf falsche Fährten. Auf die Spuren von weißen Wölfen und schwarzen Schafen.

Frankfurter Rundschau, 4. Februar 2005. Silvia Staude


Das Quartett vom Gutshof

In der Abgeschiedenheit eines Gutshofes in Norddeutschland wollten die vier Bewohner eigentlich ihre Träume leben und in ihrer Scheinwelt bleiben: Der smarte Jurist Hannes, Sonnyboy und Fernsehrichter, seine Freundin Barbara, ausgestattet mit latentem Helfersyndrom, der Autor Robin mit Dauer-Schreibblockade und seine sehr eigenwillige Partnerin Klara. Doch als Barbara mit der mysteriösen Nasrin auftaucht, die einen Familienkonflikt vortäuscht, auf dem Gutshof im Gästehaus unterkommt und dort für reichlich Verwirrung sorgt, ist plötzlich nichts mehr so , wie es war: Nach und nach gelingt es Nasrin, die ländliche Wohngemeinschaft zu entlarven und Fassaden einzureißen. Träume platzen, Beziehungen scheitern, und

als plötzlich der erste Tote auf dem Hof liegt, rücken vor allem die beiden Frauen der Gutshof-WG in den Mittelpunkt der Handlung.
Susanne Mischke hat mit „Wölfe und Lämmer“ ihren inzwischen neunten Kriminalroman vorgelegt. Sie erzählt eine Geschichte von vier unterschiedlichen Charakteren, die eigentlich überhaupt nicht zusammen passen. Die mysteriöse Nasrin dringt gleichsam in die Fugen dieses Zusammenlebens ein und sprengt es: Was danach an Trümmern bleibt - daraus hat Susanne Mischke eine gut konstruierte Geschichte gemacht. „Wölfe und Lämmer“ hat keine Längen, Mischke sorgt mit immer neuen Überraschungsmomenten durchgehend für Spannung.

Darmstädter Echo, 6. Januar 2005


Susanne Mischke erzählt spannend

Jonas hat kein Interesse an der neueste Playstation, ihn zieht es in die Natur. Er ist auch der erste, der sie entdeckt, die Spuren im Wald - die Wolfsspuren.
Auch wenn ihm die Fussabdrücke Angst einjagen, faszinieren sie ihn. Die Bewohner des norddeutschen Gutshofes in der Nähe von Holtensen kennen das Geheimnis der angeblich sibirischen Wolfshunde, die die autonome, hartgesottene Klara fast übermütterlich versorgt. Robin, ein vielversprechender Schriftsteller, Klaras Freund, fühlt sich vernachlässigt und leidet unter seiner Schreibhemmung. Hannes, der Fernsehrichter und B-Promi, ist mit seiner Karriere beschäftigt, die ins Wanken zu geraten scheint, denn überzogene Urteile gegen Ausländer in seiner Amtsperiode vor den Nachmittagsfernsehserien gelangen an die Öffentlichkeit. Die Medien umkreisen den beliebten Juristen, um sich dann genüsslich auf ihn zu stürzen. Die gutmütige Barbara, seine Freundin und arbeitslose Erzieherin, hält Haus und Hof in Ordnung. Der Hofkauf schmiedet die vier Protagonisten, eine nicht gerade sympathische

Gesellschaft, zusammen, wobei die Freundschaft zwischen Hannes und Robin nicht mehr das ist, was sie einmal war. In diese Gemeinschaft bricht eines Tages Nasrin, eine junge, naiv wirkende Türkin ein. Sie tischt den vier Protagonisten die Geschichte ihrer Flucht wegen einer angeblichen Zwangsheirat in ihrer Heimat auf und kann bleiben. Doch sie ist nicht das Lamm, für das sie alle anfänglich halten. Klaras Instinkte funktionieren besser, sie ahnt, dass mit der jungen Frau irgendetwas nicht stimmt. Aber Klara lässt sich nicht beirren. Ihre Wölfe sollen in den Wäldern ausgesetzt werden, damit sie sich wieder natürlich ansiedeln. Für dieses Projekt setzt sich Klara ein und nichts, aber auch gar nichts kann sie davon abhalten, nicht mal ein Mord.
Susanne Mischke erzählt spannend und konzentriert sich auf die verschiedenen Charaktere in der Gesellschaft - die Machtmenschen und Versager, die Starken und Schwachen, die Lämmer und die Wölfe.

Content-TV, Berlin. Karin Hahn . www.content-tv.com


Gefühlvoller, spannender Krimi

Die Autorin Susanne Mischke nimmt ihre Leser mit in die Einsamkeit. Ein alter Gutshof birgt viele Geheimnisse und die Bewohner sind nur im weitesten Sinne als Ottonormal zu bezeichnen. Jedem Hauptprotagonisten steht eine eigene Charakteristik zu, die sich manchmal mit den anderen ergänzt und dann doch wieder in eine eigene Richtung läuft. Die Autorin möchte nicht gruseln, sondern Spannung erzeugen, menschliche Gefühle zeigen. Dieses gelingt ihr voll und ganz. Die Hauptprotagonisten wachsen dem Leser ans Herz. Die Geheimnisse, welche sich dem Leser nach und nach offenbaren, sind sicher nicht alltäglich. Fazit: gefühlvoller, spannender Krimi.

zur Geschichte:
Ein Gutshof ist die Heimat von vier unterschiedlichen Menschen. Robin, der seinen großen Roman schreiben will, Klara die Robin einmal sehr geliebt hat und sich jetzt nur noch ihren Wolfshunden widmet. Der Fernsehjurist Johannes Frenzenlebt mit seiner Freundin Barbara Klein in dem anderen Haus.

 

Eines Tages bringt Barbara die junge Nasrin mit. Sie kennt das Mädchen durch ihre Tätigkeit als Kindererzieherin. Nasrin wirkt heruntergekommen, schweigt viel, doch Barbara erlaubt ihr für 2 Tage im Gästehaus zu bleiben. Nasrins Begabungen liegen in der Küche, sie kocht phantastisch und sie putzt sehr gerne. Das Haus strahlt. Doch welches dunkle Geheimnis hat Nasrin? Ist sie wirklich geflohen von Zuhause, weil man sie verheiraten wollte? Doch die 4 Bewohner haben alle ihre eigenen Probleme. Barbara sucht einen Job. Johannes spürt, dass sein Fernsehstern sinkt und Robin verflucht sich, weil er nicht mehr schreiben kann. Richtig glücklich ist nur Klara. Ihre Wolfshunde sind der Mittelpunkt und bald wird sie mit ihnen einen weiten Weg gehen. - Eines Nachts erscheint ein Fremder auf dem Grundstück und ohne lange zu überlegen erschießt Robin ihn... schweißt das die vier Bewohner noch mehr zusammen, oder trennen sich ihre Wege... wohin verschwindet Nasrin in der gleichen Nacht?

www.deutsche-krimi-autoren.de


Guten Morgen, Frau Mischke,

eine Sportfreundin hat mich auf den Vorabdruck "Wölfe und Lämmer" in der HAZ hingewiesen. Zitat: "Der Hiddestorfer Rübenlauf. Halbmarathon, im September. Das sportliche Ereignis in diesem Landstrich". Natürlich sind wir vom Rübenlauf-Orgateam erfreut, dass unser Event jetzt auch literarisch Beachtung findet. Verraten Sie mir, wie es weitergehen wird?

 

Werden Robin und Arne in Hiddestorf über die Ziellinie gehen? Und: kann ich den Läufern Ihren Roman als spannende Rübenlauf-Lektüre für den Weihnachtsgabentisch empfehlen? Freundliche Grüße
Jürgen Haß
SV Eintracht Hiddestorf - Referent für Öffentlichkeitsarbeit

Den Hiddestorfer Rübenlauf gibt es natürlich wirklich: www.ruebenlauf.de