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Piper Verlag. Monika Reile . Tel. 089 - 38 18 01 475 . E-Mail: monika.reile@piper.de

   
   

Der Tote vom Maschsee

 

Ein Hannover-Krimi

Im grünlichen Wasser des Maschsees treibt eine kalkweiße Leiche. Die Zunge des Toten liegt abgetrennt auf dem Stöckener-Friedhof in Hannover, auf dem Grabmahl der Opfer des Massenmörders Fritz Haarmann. Schnell findet die Kripo Hannover heraus, dass es sich bei dem Ermordeten um einen namhaften Psychiater handelt, einen Experten für Sexualstraftäter, dessen kühle, rationale Thesen sogar im Fernsehen für Aufregung gesorgt haben. Aber wer wollte den Mann so symbolträchtig zum Schweigen bringen?

Mit Bodo Völxen betritt ein Kommissar die Szene, der das Zeug zur Kultfigur hat. Eigentlich würde er sich der brummige Ermittler vom Lande  lieber um seine kleine Schafzucht kümmern und mit seinem Nachbarn, dem Hühnerzüchter bei einer Flasche „Herri“ über Gott und die Welt philosophieren, anstatt sich in der nahen Großstadt mit blutigen Verbrechen zu beschäftigen. Aber zum Glück steht ihm ein schlagkräftiges Team zur Seite: Fernando Rodriguez, Macho und Muttersöhnchen, der das Wort „schlagkräftig“ manchmal etwas zu wörtlich nimmt, die unnahbare Oda Kristensen, die nicht nur perfide Psycho-Tricks kennt, sondern auch Haare auf den Zähnen hat, und das Dezernatsküken Jule Wedekin, ein hochbegabtes höheres Töchterchen, das zum Leidwesen ihrer Familie lieber Verbrechern nachjagt anstatt Medizin zu studieren. Und nicht zu vergessen der schwäbelnde Rechtsmediziner Dr. Bächle, der alles kann, außer Hochdeutsch.

 

broschiert
297 Seiten

München: Piper 2008

ISBN: 978-3492051460

 

 

Susanne Mischke: Der Tote vom Maschsee

broschiert
304 Seiten

München: Piper 2010

ISBN: 978-3492258753

 

Susanne Mischke: Der Tote vom maschsee (Taschenbuch)
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Meinungen - Rückmeldungen

Ein amüsanter, spritzig geschriebener, spannender Krimi.

Münchner Merkur
 

Ein spannender, gut und schlüssig konstruierter Krimi, der die dunklen Seiten der Psyche und ihre Abgründe auslotet.

Saarbrücker Zeitung


Mischke ist eine geschickte Krimiautorin

Susanne Mischkes inzwischen dreizehnter „Fall“ beweist ihr Geschick als Kriminalautorin. Kriminalistisch genau recherchiertes Fachwissen hält sich elegant mit dem

 

humorvollen Einblick ins Privatleben der Figuren die Waage. Der souverän-lockere Schreibstil fesselt. Ein Buch mit hohem Suchtfaktor.

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Wunderbare Charakterzeichnung, überzeugende Fall-Lösung

Neue Krimis sprießen fast schon wie Unkraut aus dem Boden, und besonders beliebt sind Lokalkrimis, bei denen Krimihelden im eigenen Heimatort ermitteln. Doch leider war die schöne niedersächsische Hauptstadt bei Krimiautoren bislang offensichtlich nicht sonderlich beliebt. So haben wir zwar eine sehr gute Tatortkommissarin, die in Niedersachsen ermittelt, aber zu lesen gab es krimitechnisch über Hannover nicht sehr viel - das hat sich nun glücklicherweise dank Susanne Mischke geändert!

Neben der wunderbaren Charakterzeichnung vergisst Susanne Mischke selbstverständlich nicht ihren Kriminalfall, den es aufzuklären gilt. Und hier zeigt sie, dass sie die wesentlichen Elemente eines guten Kriminalromans kennt; sie legt verschiedene Spuren aus, die teilweise natürlich in die Irre führen, sie lässt verschiedene Menschen auf den Plan treten, die alle Stückchen für Stückchen zur Lösung des Falles beitragen oder vielleicht auch Hinweise geben, die in die falsche Richtung führen. So fiebert man beständig mit, will wissen, was mit Offermann geschehen ist, ob seine schöne Kollegin Fender Dreck am Stecken und warum man ihn zum Schweigen verurteilt hat.

Die Lösung des Falles überzeugt auf ganzer Linie, auch wenn sie wohl nicht vollkommen überraschend kommt. Schon ein wenig vorher deutet sich an, dass praktisch nur noch diese eine Auflösung möglich ist, doch glücklicherweise erlag Mischke nicht dem Wahn, ihrem Buch zum Schluss noch eine hanebüchene Wendung hinzufügen zu müssen, die an den Haaren herbeigezogen gewesen wäre.

Kriminaltechnisch gesehen geht "Der Tote vom Maschsee" als gehobener Durchschnitt durch, doch als Gesamtkunstwerk betrachtet, das sich mit Sicherheit eher an die Bevölkerung Hannovers wendet, kann ich nur die Höchstnote zücken. Susanne Mischke streut genügend Lokalkolorit ein, um Hannoveraner bei Laune zu halten, verirrt sich aber nicht so sehr in Straßennamen und anderem Insiderwissen, dass andere Leser vollkommen ausgeschlossen wären. Insbesondere mit ihren sympathischen und authentischen Charakteren, ihrer Situationskomik und ihrem Wortwitz punktet Susanne Mischke und sorgt dafür, dass ich schon jetzt dem nächsten Fall entgegenfiebere, den Völxen und sein Ermittlungsteam lösen müssen.

Maike Pfalz. Weiterlesen bei Buchwurm