Susanne Mischke spielt geschickt mit
den kriminalistischen Erwartungen — ohne sie einfach
einzulösen
Spätenstens seit ihrem Roman "Mordskind"
läßt der Name Susanne Mischke Krimifans aufhorchen.
In ihrem jüngsten Buch "Der Mondscheinliebhaber"
schlägt Susanne Mischke aber ganz andere Wege ein. Die
Geschichte der solide verheirateten Valentine, die sich plötzlich
in dern Öko-Vollkorn-Nachbarn verguckt und eine stürmische
Affäre mit ihm beginnt, läßt zunächst
alle Möglichkeiten offen. Warum bleibt Valentines Ehemann
Frank zunächst so gelassen gegenüber den Seitensprüngen
seiner Frau und brutzelt in aller Seelenruhe weiter seine
Lieblingsgerichte? Warum wird Valentine ausgerechnet |
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nach diesen Gerichten so
schlecht? Kann das Zufall sein? Zu allem Überfluß
liegt plötzlich vor Valentines Füßen eine
Leiche, die beseitigt werden muß. Susanne Mischke spielt
geschickt mit den kriminalistischen Erwartungen — ohne
sie einfach einzulösen. Sie schreibt hintergründig
und mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors —
und jeder kriegt sein Fett ab: die etablierten Frauen Ende
Dreißig mit ihren romantischen Wunschträumen, die
erfolgsgewohnten Macher, die ewigen Weltverbesserer von der
Müsli-Fraktion. Gut gemachte Unterhaltung, spannend,
witzig und klug.
Michaela Grom, Südwestrundfunk
Stuttgart, SWR 1, 23.06.1999 |
LCS?
"Das Liebesleben
der Vorzeigepaare ist meistens langweilig", heißt
ein Statement in Susanne Mischkes Roman "Der Mondscheinliebhaber".
Und damit man was dagegen tun kann, wird auch gleich das LCS-Syndrom
ins Spiel gebracht. LCS? Life-changing-Sex!
Ja, ja — die Künstler: Das Leben ist zu kurz, um
schlechten Sex zu haben, sagt sich die Malerin Valentine,
als sich im ehelichen Schlafzimmer nichts Aufregendes mehr
tut und stöckelt hinüber zum neuen Nachbarn Ludwig:
Philosoph, Gesundheitsapostel, arbeitsscheu und unzuverlässig,
aber ausgestattet mit |
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wunderbaren
blauen Augen und einer göttlichen Figur. Klar, daß
diese Liaison Valentines Gatte Frank nicht lange verborgen
bleibt. Doch der widmet sich unverdrossen seiner Leidenschaft,
kocht Ente mit Trüffel, Lamm in Kräuterkruste, Mousse
au Chocolat. Plant er etwas? Bald lernt Valentine, daß
der Mensch des Menschen Feind ist und die größte
Bestie in einem selber steckt. Als plötzlich eine Leiche
auf der Terrasse ihres Geliebten liegt, kommt nicht nur Valentines
kreative Ader, sondern auch ihr Sinn fürs Praktische
voll zur Geltung ...
al gore, SPOT - Magazin der Tauber-Zeitung |
Eine köstliche Komödie über
die Liebe und andere menschliche Schwächen.
Frau im Spiegel 06/1999 |
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Spannend,
einfallsreich und witzig
Der Mondscheinliebhaber ist ein wirklich
tolles Buch. Mir hat es einen Film im Kopf vorgespielt, Frauenliteratur
mal anders. Ich war begeistert!
Amazon-Rezensentin/-Rezensent aus Köln
, 9. August 2000 |