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Piper Verlag. Monika Reile .
Tel. 089 - 38 18 01 475 .
E-Mail: monika.reile@piper.de |
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Die Eisheilige |
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| Sophie ist eine ganz Stille — aber
stille Wasser sind bekanntlich tief. Sie besitzt viele Talente,
z. B. die Gabe, mit ihren Kleiderkreationen farblose Nachbarinnen
in echte Schönheiten zu verwandeln, oder auch, ihren
Mitmenschen erfolgreich den Tod zu wünschen. Mit Sophie
Kamprath hat Susanne Mischke eine Frau geschaffen, die mit
Phantasie und Eigensinn durchs Leben geht. Ihre Geschichte
voll Witz und Bosheit verspricht kurzweiliges Lesevergnügen.
Die Eisheilige wurde unter dem Titel "Die
kalte Sophie" in der Schweiz als Theaterstück inszeniert und aufgeführt.
Mehr zu der
Theaterinszenierung |
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Hardcover
289 Seiten
ISBN: 978-
3492040518
München: Piper
1998
Taschenbuch
293 Seiten
ISBN: 978-
3492230537
München: Piper 2002
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Leseprobe |
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Rückmeldungen |
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| Unterhaltsam,
boshaft, nachdenklich, kurzweilig und spannend
Worum geht's?
Um ein salbeigrünes Kleid, dreizehn geknickte Rosen,
die Inkontinenz einer später friedlich verstorbenen Frau
sowie die Frage, was das alles mit Sophie Kamprath und mehreren
Leichen zu tun hat. Die Kripo wüßte das jedenfalls
sehr gerne. Schade, dass die Beamten so wenig vom Tratsch
der Nachbarinnen mitbekommen. Denn die hätten da eine
interessante Antwort.
Hauptdarsteller:
Sophie Delp, verheiratete Kamprath. Sie ist zwar mit fast
einsachtzig und Schuhgröße 42 eine imposante Erscheinung,
an sich aber eher still. Ehemann Rudolf - ein Oberstudienrat,
der zuhause den Kotzbrocken gibt - schätzt ihre Unterwürfigkeit.
Bis zur Heirat ist Sophie eine begnadete Tierpräparatorin.
Als Ehefrau darf sie wenigstens noch für die Nachbarschaft
nähen. Die liebt ihre kühnen Kleider-Kreationen
und ihre vermeintliche Fähigkeit, störenden Zeitgenossen
den Tod herbeizuwünschen.
Nebendarsteller:
Dorothea "Dotti" Weinzierl, abergläubisch und
hauptberuflich Nachbarin! Sie hat von ihrem Fenster aus alles
im Blick - auch Sophies Nähzimmer. Axel Kölsch -
Sophies Anwalt. Ihm werden von Tag zu Tag die Frauen unheimlicher,
die ihn umgeben. Zum Beispiel seine Chefin Karin Mohr. Zum
Beispiel Kriminal-Oberkommissarin Claudia Tomasselli. Privat
hat sie ein Auge auf Axel geworfen. Dienstlich findet sie,
daß es ein paar Leichen zu viel in Sophies Umgebung
gibt.
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Schauplatz:
Eine ruhige Straße in einem gediegenen Stadtviertel
mit gepflegten Häusern und gepflegten Gärten. Auch
der Tratsch wird gepflegt. Dass es Darmstadt ist, tut nichts
zur Sache. Aber Sophies spezielle Gabe, die ist für manche
Nachbarin besonders interessant.
Dialoge:
Viel Tratsch außerhalb des Treppenhauses. Gerne auch
mal beim Kaffee. Leser, die hinhören, erfahren manches
eher als die Kripo.
Gruselfaktor:
Immer wieder fröstelt es beim Lesen, und das nicht etwa,
weil die Geschichte im Winter passiert.
Herz-Schmerzfaktor:
In Liebesdingen muß die Polizei schon mal nachfragen.
Zum Beispiel: Warum hat Sophie ihren Mann nicht vermißt
gemeldet? Die Antwort: Weil sie ihn nicht vermißt hat!
Fazit:
"Die Eisheilige" von Susanne Mischke bietet eine
ungewöhnliche Mixtur. Unterhaltsam, boshaft, nachdenklich,
kurzweilig und spannend. Wir erfahren viel über das Zusammen-
oder Nebeneinanderleben von Menschen: als Ehepaar, Liebende,
Nachbarn, Geschwister oder Kollegen. Alle Figuren sind mit
sehr viel Liebe und dezentem Witz gezeichnet, selbst die Kotzbrocken.
Aber die Sympathien gehören eindeutig Sophie. Und wir
lernen wieder einmal, daß ein guter Krimi erst auf der
letzten Seite endet, egal, wie viele Täter vorher ermittelt
wurden.
WDR 2. "Crime-Time", 14.07.2000,
vorgestellt von Elke Schiedek |
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| Denn die
Realität ist unglaubwürdiger und merkwürdiger
als jede Erfindung
Schlechten Autoren wird oft vorgeworfen, die
Figuren seien "Abziehbilder", "Klischees",
und was dergleichen abwertende Begriffe mehr sind. Natürlich
kann der Kritiker meistens nicht sagen, wie man es hätte
bessser machen sollen: Die Figuren sind nun einmal, wie der
Autor sie geschaffen hat, sie sind halt nicht "lebendiger"
oder "lebensnäher" - wobei man diese positiven
Bezeichnungen nie zu definieren versucht. Wozu auch? Für
einen Verriß reicht es allemal, es scheint ohnehin jeder
zu wissen, was gemeint ist.
Mit der Eisheiligen liegt nun ein positives Modell vor, der
Kritiker kann in Hinkunft sagen: "Ach, wenn doch die
Figuren so wären wie bei Susanne Mischke...!" Die
nämlich sind "lebendig" und "lebensnah".
Jeder, der das Buch gelesen hat, weiß hinfort, was damit
gemeint ist. Woran liegt das? Sie werden sich wundern: An
der relativen Unglaubwürdigkeit der Figuren. Die Heldin
Sophie Kamprath ist Tierpräparatorin; dieser nicht eben
häufige Beruf verknüpft sich bei ihr mit Analphabetismus,
damit ist sie wahrscheinlich die einzige Person mit dieser
Merkmalskombination im ganzen deutschen Sprachraum - so was
von ausgedacht, ist man versucht zu sagen, aber: |
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Diese Sophie
Kamprath wird so geschildert, daß der Leser schon nach
ein paar Seiten den gegenteiligen Verdacht hegt: diese Figur
hat ein reales Vorbild. Denn die Realität ist unglaubwürdiger
und merkwürdiger als jede Erfindung.
Im vorliegenden Roman gilt das auch für alle anderen
Figuren. Die absolute Merkwürdigkeit setzt sich vom Personal
fort zur Handlung, die Elemente des Krimis, der Romanze, der
Phantastik aufweist - in einer so "ausgedachten"
Art, daß man wieder versucht ist, einen realen Kern
von Begebenheiten anzunehmen. Mit einem Wort: was da auf knapp
dreihundert Seiten steht, ist ungewöhnlich, weicht vom
Schema ab, besonders vom Schema der gegenwärtig leider
schon zentnerweise produzierten Frauenliteratur.
Ist es spannend? Unbedingt! Humor? Genug! Lehrreich? Aber
ja doch — wenn Sie zum Beispiel einmal in die Verlegenheit
kommen sollten, einen Hirsch zu zerlegen: Hier ist die Anleitung.
All dies zusammen hat mich veranlaßt, kein Sterbenswort
von der Handlung zu verraten; jedes Wort darüber würde
das Lesevergnügen trüben, dem sich doch hoffentlich
viele von Ihnen hingeben werden, liebe Hörerinnen und
Hörer (auch für Männer: absolut lesbar!)
ORF Vorarlberg 02.09.1098: Das Buch
der Woche |
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| Ein richtig
schön gemeiner Roman.
... Sophie, vom Gatten unterdrückt,
beginnt sich zu emanzipieren. Und dabei fällt, wie öfter
mal, wenn Frauen immer klüger werden, die eine oder andere
Leiche an.
Brigitte |
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Leichendämmerung:
Auf jeden Fall amüsant.
Ihren Psychokrimi "Mordskind" hat man noch in guter
Erinnerung. Jetzt produziert Susanne Mischke gleich den nächsten
Roman, ihren vierten, mit leichter Hand geschrieben, leichten
Sinns zu lesen. ... Verwirrend finden Sie das [die Geschichte]?
Ist es. Und auf jeden Fall amüsant.
Buch Journal, Juli 1998 |
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| Voller
Witz und Bosheit
Pankratius, Servatius, Bonifatius und die
"kalte Sophie"- das sind die sogenannten Eisheiligen.
Wenn der Frühling schon mal bei uns reingeschaut hat,
kommen Mitte Mai nocheinmal ein paar kalte Tage. Und so manches
zarte Pflänzchen fällt dem Frost der Eisheiligen
zum Opfer. Vielleicht hat Autorin Susanne Mischke daran gedacht,
als sie ihren Krimi "Die Eisheilige" genannt hat.
Die Hauptperson heißt nämlich Sophie!
Voller Witz und Bosheit beschäftigt sich Susanne |
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Mischke in ihrem
Roman "Die Eisheilige" mit den Untiefen der Ehe
und den Rachegelüsten der Ehefrauen. Mit spitzer Feder
karikiert sie die spießige Nachbarschaft, die nur zu
schnell bereit ist, von Sophie das Schlimmste anzunehmen.
Ein fesselnder Kriminalroman, dessen untergründige Spannung
ihn bis zum unerwarteten Ende lesenswert macht.
RADIO BERG BUCHTIP. Sendedatum: 14.03.1999
in "Treff nach Neun". |
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| Meisterhaft
geschrieben
Mit ihrem vierten Kriminalroman ist Susanne
Mischke ein Werk voller Witz und Bosheit gelungen. Die Hauptfigur
im Roman "die Eisheilige" ist eine ganz Stille.
Aber stille Wasser sind bekanntlich tief. Sophie besitzt viele
Talente. Beispielsweise verwandelt sie mit ihren Kleiderkreationen
die farblosesten Nachbarinnen in echte Schönheiten. Sie
ist zudem eine geschickte Tierpräparatorin. Ihr Ehemann
Rudolf aber - wesentlich älter und von Beruf Lehrer -
lässt keine Gelegenheit aus, seiner Frau Dummheit vorzuwerfen.
Sophie ist funktionale Analphabetin. Jahrelang lässt
sie sich die Unterdrückungen ihres Mannes gefallen. Mit
wachsendem Zuspruch wird Sophie aber immer eigenständiger
- auch als Ehefrau. |
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Unterhaltsam,
boshaft, tragisch, nachdenklich aber auch spannend ist Susanne
Mischkes Roman. Er beschäftigt sich mit den Untiefen
der Ehe und den Rachegelüsten der Ehefrauen. "Warum
haben Sie ihren Mann nicht als vermisst gemeldet?" wird
Sophie Kamprath gefragt, nachdem dieser bereits drei Wochen
verschwunden ist. "Weil ich ihn nicht vermisst habe",
ist die völlig logische Antwort darauf. Strafbar sei
es ja nicht, jemanden nicht zu vermissen. Mit spitzer Feder
karikiert die Autorin die spießige Nachbarschaft, welche
nur zu schnell bereit ist, von Sophie das Schlimmste anzunehmen.
Ein fesselnder Kriminalroman - er könnte auch als mysteriöser
Psychothriller durchgehen - mit untergründiger Spannung
bis zum unerwarteten Ende und meisterhaft geschrieben.
Cornelia Forrer, Medienschule Schweiz
im Mai 2003 |
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| Gelungener
neuer Roman
"Der Teufel soll ihn holen", murmelt Sophie, als
ein Mann vom Gerüst in ihr Rosenbeet pinkelt. Wenig später
liegt der Kerl tatsächlich tot im Garten. Das ist nur
der Anfang einer Reihe höchst mysteriöser Todesfälle
in ihrer Nachbarschaft. Sophie hat viele Talente: Sie entwirft
traumhaft schöne Kleider und präpariert Tiere -
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aber kann sie auch Menschen
den Tod wünschen?
Die Gerüchteküche brodelt, und besonders mulmig
ist ihrem Ekel von Ehemann zumute. Susanne Mischke wirft in
ihrem gelungenen neuen Roman einen bitterbösen Blick
hinter die Fassade einer Vorstadtidylle.
TV-Movie 20/1998 |
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| Fesselnder
Kriminalroman und hinreißendes Gesellschaftsstück
in einem
"Die Eisheilige" erzählt von
den Untiefen der Ehe und den Rachegelüsten einfallsreicher
Ehefrauen. Susanne Mischke hat mit ihrer Sophie Kamprath eine
Frau geschaffen, die mit verblüffender Phantasie und
viel |
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Eigensinn durchs
Leben geht. Die Eisheilige ist fesselnder Kriminalroman und
hinreißendes Gesellschaftsstück in einem, voller
Witz, Bosheit und augenzwindkerndem Hintersinn.
Lesen & Leute 4/1998 |
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| Spielraum
für Phantasie und Spekulation
Susanne Mischke hat ... eine Krimi zum Mitraten
geschrieben. Ein Buch, das man oft und gerne unterbricht,
um nachzudenken oder — wie war das noch gleich? —
zurückzublättern, um sich interessante Details nochmals
vor Augen zu führen. Ein raffiniert |
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konstruiertes
Stück Literatur mit viel Spielraum für Phantasie
und Spekulationen. Es gelingt der Autorin sogar, den leser
noch nach der Lektüre der letzten Seiten zurückzulassen,
ohne dass er sich um eine "Lösung" betrogen
fühlt.
Donaukurier |
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| Susanne
Mischkes Romane sind eine echte Konkurrenz zu denjenigen von
Ingrid Noll.
Modeblatt Zürich 01.10.1998 |
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Und plötzlich
dreht Sophie den Spieß herum
Die Autorin Susanne Mischke hatte bereits
in ihrem Roman "Mordskind" unter Beweis gestellt,
daß sie ihre Geschichten gerne mit einer gewissen Portion
Bosheit anreichert. Da ihr Ironie ebenfalls nicht fremd ist,
ist ihr auch mit ihrem neuen Buch "Die Eisheilige"
ein unterhaltsame Lektüre gelungen, die sich zwischen
Kriminalroman und Gesellschaftssatire bewegt.
Berliner Morgenpost, 20.07.1998 |
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