Susanne Mischke wurde in Kempten im Allgäu geboren, studierte ein Fach, das sie wenig interessierte, und verbrachte danach einige Zeit in Berlin.
Anfang der Neunzigerjahre kaufte sie sich einen IBM-PC und begann ohne Vorwarnung oder Vorübung mit dem Schreiben ihres ersten Romans Stadtluft, einer Berlin-Satire, die sofort im Piper Verlag veröffentlicht wurde.
Mit dem dritten Buch, Mordskind, wechselte sie 1996 ins Fach Psychokrimi und Kriminalroman.
Inzwischen hat die Autorin den Überblick über ihr Gesamtwerk verloren, aber schätzungsweise entstanden bis heute mehr als zwei Dutzend Romane und seit 2007 auch Jugendthriller.
Sie erhielt u. a. den Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis für Literatur und die "Agathe", den Frauenkrimipreis der Stadt Wiesbaden.
Daneben schrieb sie ein Hörspiel (DLR) und zahlreiche Beiträge für Anthologien. Sie ist Herausgeberin und Mitherausgeberin verschiedener Anthologien.
Susanne Mischke lebt in bester Gesellschaft zweier Hunde in Hannover, dem Schauplatz ihrer Krimireihe um Hauptkommissar Völxen, seinem Team und seinen Schafen.

An den Wänden hingen großflächige Bilder. Sie hatten kein erkennbares Motiv, allenfalls konnten sie als abstrakte Kunst durchgehen, aber sie hatten eines gemeinsam: Sie waren rot.
… und für einen Moment muss er daran denken, dass sein Leben vor drei Tagen noch relativ normal war, und jetzt ist es, als wäre er im Krieg, seinem ganz privaten Krieg: Er bringt Menschen um, weil er es tun muss – und kann.
Sie riecht tatsächlich wie eine alte Blumenvase, schon als Kind mochte er diesen Geruch nicht. Jetzt erinnert er Fernando an den Tod. Wenn der Tod weiblich wäre, würde er aussehen und riechen wie Tante Esmeralda.
Für einen Moment hatte Mathilda geglaubt, dort unten, neben dem Teich, die Silhouette eines Menschen gesehen zu haben. Eines Mannes, der Gestalt nach.



